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IMSA - Rolex24 Daytona 2026
Daytona 2026: Der Porsche-Hattrick im Nebel-Krimi – Drama, Defekte & Millimeterarbeit
Das Rolex 24 von Daytona 2026 bot alles, was das Langstreckenherz begehrt: Ein historisches Finish, eine Rekord-Nebelpause und unzählige Dramen in der Boxengasse. Hier ist der ultimative Rückblick in 5 Akten.
1. Der Porsche-Hattrick & das Herzschlagfinale
Porsche Penske Motorsport hat den Hattrick vollendet! In einem packenden Finale verteidigte Schlussfahrer Felipe Nasr im Porsche 963 (#7) den Sieg mit nur 1,569 Sekunden Vorsprung vor dem heranstürmenden Jack Aitken im #31 Action-Express-Cadillac. Damit feiert Porsche den 21. Gesamtsieg.
Doch der Weg dorthin war steinig: Der zwischenzeitlich führende Penske-Porsche #6 kollidierte mit einem LMP2, was ein Loch in der Seitenwand zur Folge hatte. Trotz Reparatur blieb das Auto in der Leadlap, musste später aber aufgrund von Spätfolgen der Kollision mehrfach unplanmäßig an die Box.
2. Pechvögel und Technik-Opfer der GTP-Klasse
Für die Konkurrenz verlief das Rennen oft schmerzhaft:
Acura-Drama: Der Polesitter und stärkste Porsche-Jäger, der Acura #93, verlor nach 11 Stunden den Anschluss an die Leadlap. Der Grund war so banal wie fatal: Ein verlorenes rechtes Vorderrad nach einem missglückten Boxenstopp.
Cadillac-Aus: Bittere Tränen bei Wayne Taylor Racing: Der WTR-Cadillac #10 rollte nach 629 Runden mit starker Rauchentwicklung und Getriebeschaden aus.
Acura/HRC: Auch der zweite Acura verlor durch ein defektes Radlager entscheidenden Boden.
3. Der Nebel-Krimi und das Strategie-Chaos
Ein Rekord für die Geschichtsbücher: Wegen extremem Nebels wurde das Rennen für insgesamt 6 Stunden und 33 Minuten neutralisiert. Diese längste Unterbrechung der Daytona-Historie wirbelte das Feld komplett durcheinander. Wer hier die Konzentration verlor, zahlte teuer – so wie „Rexy“ (AO Racing Porsche #77): Eine Zeitstrafe wegen eines Frühstarts beim Restart kostete den grünen Dino die Führungsrunde.
4. GTD-Pro: Dreikampf der Giganten & Favoritensterben
Vier Stunden vor dem Ende spitze sich die Lage in der GTD-Pro zu. Ein epischer Dreikampf zwischen der #911 (Manthey), der #1 (Paul Miller BMW) und der #4 (Pratt Miller Corvette) hielt die Fans in Atem. Am Ende triumphierte Paul Miller Racing. Andere Favoriten blieben auf der Strecke:
Ferrari-Schock: Der laut Rating stärkste Wagen, der Risi Competizione Ferrari #62, schied nach einem Unfall vorzeitig aus.
Lamborghini-Pech: Der Pfaff-Lambo #9 verlor durch Bremsenprobleme drei Runden.
Corvette-Defekt: Die #3 Corvette musste mit einem gebrochenen Federbein die Segel streichen.
Ford-Aus: Der neue Mustang GT3 (#64) gab nach 580 Runden mit Getriebeschaden auf.
5. Chaos-Start und Technik-Teufel in den kleineren Klassen
Schon in der ersten Stunde krachte es gewaltig: Ein Massen-Chaos beim Start der LMP2-Kategorie warf die Favoriten #02, #11 und #18 durch langwierige Reparaturen um mehrere Runden zurück. Auch die Technik forderte ihren Tribut:
McLaren #59 (RLL): Elektronikprobleme kosteten mehrere Runden.
Aston Martin #23 (THOR): Ebenfalls durch Elektronikdefekte weit zurückgefallen.
Ferrari #81 (Dragonspeed): Verlor nach einer Kollision und anschließendem Unfall den Anschluss an die Spitze.
Alle Daten im Blick: Du willst die Rundenzeiten, Stints und Ausfallgründe im Detail analysieren? Wir haben für euch alle relevanten Daten des Wochenendes in unserem RaceRecap-Dashboard noch einmal zusammengetragen.
RaceRecap Dashboard - Rolex 24 Daytona 2026
Highlights | Rolex24 at Daytona 2026
GT Winter Series - Estoril
Estoril 2026: Regen-Chaos, Cup-Sensation und der SR-Triumph
/Das portugiesische Gastspiel der GT Winter Series auf dem Circuito Estoril bot ein Kontrastprogramm zum Sonnenstaat Florida. Bei schwierigen, teils nassen Bedingungen wurde das Feld ordentlich durchgemischt. Hier sind die 5 Kernpunkte des Wochenendes:
1. Härtling & Heyer erben den Endurance-Sieg
Das einstündige Hauptrennen (Race 3) endete in einem strategischen Krimi. Zunächst sah alles nach einem Erfolg für Vincenzo Sospiri Racing (VSR) aus, doch eine Strafe wegen eines Boxenstopps während einer geschlossenen Boxengasse warf den Lamborghini zurück. Davon profitierten Jay Mo Härtling und Kenneth Heyer im Mercedes-AMG GT3 von SR Motorsport by Schnitzelalm, die den Gesamtsieg erbten.
2. Die Sensation durch Felix Hirsiger
Für das Highlight des Samstags sorgte Felix Hirsiger. Im Ferrari 296 Challenge (#155) vom Liqui Moly Team Engstler düpierte er im ersten Sprintrennen die gesamte GT3-Konkurrenz. Auf abtrocknender Strecke nutzte er die Performance seines Cup-Fahrzeugs perfekt aus und feierte einen historischen Gesamtsieg eines Nicht-GT3-Fahrzeugs. Auch in den weiteren Rennen blieb er der dominierende Mann der Cup-Klasse.
3. VSR-Lamborghini schlägt in Race 2 zurück
Nach dem Pech im Endurance-Lauf zeigte Mattia Michelotto im VSR-Lamborghini Huracán GT3 Evo2 im zweiten Sprint seine Klasse. In einem extrem engen Finish setzte er sich gegen Jay Mo Härtling durch – im Ziel trennten die beiden Kontrahenten lediglich 0,674 Sekunden. Es war einer der engsten Zieleinläufe der bisherigen Saison.
4. Favoriten-Check: Kiesbett und Technik-Tücken
Wie schon in Daytona blieben auch in Estoril große Namen nicht von Fehlern verschont:
Jonas Karklys: Der Engstler-Pilot drehte sich in der Startphase von Lauf 2 ins Kiesbett und löste eine Safety-Car-Phase aus.
Dexter Müller: Kämpfte im SPS-Mercedes konstant in den Top 5, verlor aber im Regen-Duell gegen den heranstürmenden Hirsiger an Boden.
LMP3-Absenz: Auffällig war das kleine Feld der Prototypen, wodurch die GT3- und Cup-Fahrzeuge den Kampf um die Gesamtkrone unter sich ausmachten.
5. Totale Dominanz von Schnitzelalm in der GT4
In der parallel ausgetragenen GT4 Winter Series gab es kein Vorbeikommen an SR Motorsport by Schnitzelalm. Das Duo Enrico Förderer und Joel Mesch dominierte das Geschehen fast nach Belieben. Mit einem Doppelsieg im Sprint und dem Erfolg im Endurance-Rennen untermauerte das Team seine Ambitionen auf den Titel und ließ der Konkurrenz von W&S Motorsport (Porsche) kaum eine Chance.
Highlights | Formula Winter Series 2026
Highlights | GT4 Winter Series
Highlights | GT Winter Series
WRC - Rally Monte Carlo
Rallye Monte Carlo 2026: Ein Youngster schreibt Geschichte im Alpen-Eis
Der Saisonauftakt der WRC rund um Gap und Monaco war ein wahres Ausscheidungsfahren. Zwischen tückischen Glatteisstellen und der berüchtigten Reifen-Lotterie kristallisierte sich ein neuer König der Alpen heraus.
1. Oliver Solberg: Der jüngste „Monte“-Sieger aller Zeiten
Mit gerade einmal 24 Jahren hat Oliver Solberg (Toyota Gazoo Racing) Motorsport-Geschichte geschrieben. Bei seinem ersten Einsatz als offizieller Vollzeit-Werkspilot dominierte er die Rallye fast nach Belieben. Trotz eines Reifenschadens am Freitag und eines Drehers in ein Feld am Samstag ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen und siegte souverän. Damit ist er der jüngste Sieger in der Geschichte dieses Klassikers.
2. Toyota-Dreifachsieg & die Enttäuschung der Altmeister
Toyota Gazoo Racing feierte einen perfekten Einstand in die Saison 2026 und belegte das komplette Podium:
Platz 2: Elfyn Evans (+51,8 Sek.) lieferte eine konstante Leistung ab.
Platz 3: Rekordsieger Sébastien Ogier (+2:02,2 Min.) musste sich diesmal geschlagen geben. Er haderte vor allem mit der Reifenwahl und der Fähigkeit der neuen Pneus, den Schneematsch effektiv zu verdrängen.
3. Hyundai im Pech: Neuville und die Gräben
Für Hyundai verlief der Saisonstart enttäuschend. Thierry Neuville hatte kein Glück: Erst verlor er beim Shakedown ein Rad, dann landete er im Laufe der Rallye im Graben und erlitt am Sonntag zusätzlich einen Reifenschaden durch einen Felskontakt. Am Ende reichte es nur für Platz 5, weit hinter dem besten Nicht-Toyota-Piloten Adrien Fourmaux (Platz 4), der für Hyundai die Kohlen aus dem Feuer holte.
4. WRC2-Drama und das Lancia-Comeback
Die WRC2 bot Spannung bis zur letzten Sekunde:
Leo Rossel (Citroën) sicherte sich den Sieg, nachdem sein Bruder Yohan bereits früh ausgeschieden war.
Lancia-Debüt: Die Rückkehr der Kultmarke verlief durchwachsen. Nikolay Gryazin im neuen Lancia Ypsilon Rally2 lag aussichtsreich, rutschte am Samstag jedoch mit gebrochener Aufhängung von der Strecke und beendete die Rallye auf Rang 6 der Klasse. Ein Trostpflaster war die Bestzeit von Teamkollege Roberto Daprà auf einer der Sonntags-Etappen.
5. Das Ende der M-Sport-Serie
Ein bitteres Wochenende erlebte M-Sport Ford. Nachdem das Team in den Vorjahren oft stark in die Saison gestartet war, endete die Serie diesmal vorzeitig: Jon Armstrong, der zeitweise auf einem sensationellen dritten Gesamtrang lag, schied auf der vorletzten Wertungsprüfung nach einem heftigen Unfall aus. Auch für Grégoire Munster gab es nach einem Dreher nichts zu holen.
Highlights | WRC Monte-Carlo - Donnerstag, 22.01.2026 | Tag 01
Highlights | WRC Monte-Carlo - Freitag, 23.01.2026 | Tag 02
Highlights | WRC Monte-Carlo - Samstag, 24.01.2026 | Tag 03
Highlights | WRC Monte-Carlo - Sonntag, 25.01.2026 | Tag 04
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